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Nackenschmerzen: Ursachen, Symptome und wirksame Übungen

Nackenschmerzen gehören heute zu den häufigsten Beschwerden überhaupt, ob im Büro, nach dem Schlafen oder als Folge von Stress. Stundenlanges Sitzen, wenig Bewegung und dauerhafte Bildschirmarbeit belasten die Halswirbelsäule zunehmend. Doch die Ursachen gehen oft weit über reine Muskelverspannungen hinaus. In diesem Artikel werfen wir daher einen ganzheitlichen Blick auf Nackenschmerzen – Du erfährst, welche überraschenden Zusammenhänge es zwischen Körper, Geist und Alltag gibt.

Artikel vom 19. Januar 2024
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Was sind Nackenschmerzen?

Wenn Du unter Nackenschmerzen leidest, ist es hilfreich, zunächst genau zu verstehen, was da eigentlich vor sich geht. Dein Nacken umfasst die Hals- oder Zervikalregion und damit jene Strukturen, die den Kopf bewegen und stützen: die Halswirbelsäule (HWS) mit ihren Wirbeln und Bandscheiben, die kleinen Gelenke (Facettgelenke), die umgebende Muskulatur sowie Bänder, Faszien und Nervenbahnen.

Schmerzen im Nackenbereich entstehen, wenn eine oder mehrere dieser Strukturen (sei es durch mechanische Belastung, Fehlhaltung, Verspannung oder auch Erkrankung) irritiert oder geschädigt sind. Laut einer Übersicht wird Nackenschmerz unter anderem als „eine häufige muskuloskelettale Erkrankung“ bezeichnet.

Nackenschmerzen zählen längst zu den häufigsten Muskel- und Gelenkbeschwerden weltweit. Die internationale Analyse „Global, regional, and national burden of neck pain, 1990–2020, and projections to 2050: a systematic analysis of the Global Burden of Disease Study 2021“1 zeigt, dass rund 203 Millionen Menschen weltweit betroffen waren.

Auch in Deutschland sind Nackenschmerzen weit mehr als ein Einzelfall: Laut einer Erhebung des Robert Koch-Instituts2 gaben etwa 45,7 Prozent der Befragten an, im letzten Jahr mindestens einmal unter Nackenschmerzen gelitten zu haben.

Symptome & Begleiterscheinungen von Nackenschmerzen

Frau sitzt mit typische Anzeichen von Nackenschmerzen vor dem Laptop

Wenn Du Nackenschmerzen hast, kann das sehr unterschiedlich aussehen – von einem dumpfen Ziehen bis hin zu scharfen, ausstrahlenden Schmerzen. Im Folgenden findest Du typische Symptome sowie Hinweise darauf, wann ergänzt Andere Beschwerden auftauchen können und wann die Situation kritisch wird.

Typische Symptome

  • Meist beginnt es mit einem Schmerz oder unangenehmen Spannungsgefühl im Bereich der Halswirbelsäule (also im „Nackenbereich“). Dieser kann sich bei Bewegung, Drehung oder Neigung des Kopfes verstärken.
  • Häufig spürst Du eine Bewegungseinschränkung: Kopf drehen oder neigen fällt schwerer, die Nackenmuskulatur ist angespannt oder „verklebt“. Nach längerer Fehlhaltung (z. B. Bildschirmarbeit) kann es vorkommen, dass Du vermehrt Verhärtungen spüren.
  • In manchen Fällen strahlen die Schmerzen vom Nacken über die Schulter in den Ober-, seltener Unterarm aus. Diese sogenannte radikuläre Ausstrahlung ergibt sich z. B. durch Nervenwurzelreizung im Bereich der Halswirbelsäule.
  • Zusätzlich kannst Du Taubheitsgefühle („Ameisenlaufen“), Kribbeln oder Schwäche in Arm bzw. Hand spüren, wenn Nerven betroffen sind.

Der Zusammenhang mit anderen Beschwerden

Ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird: Nackenschmerzen treten nicht nur isoliert auf, sondern können mit weiteren Symptomen verknüpft sein:

  • Schluckbeschwerden können in Verbindung mit Nackenschmerzen auftreten.
  • Auch Augen- oder Zahnschmerzen können als Begleiterscheinung auftreten, wenn z. B. Verspannungen im Nacken oder Fehlstellungen Einfluss auf Kiefer-, Kopf- oder Augenmuskulatur nehmen.
  • Ebenso können ständige Verspannungen im Nacken zu Kopfschmerzen, zu Kiefergelenkproblemen oder zu einem Gefühl von Druck hinter den Augen führen.
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Die Ursachen von Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können aus vielfältigen Gründen entstehen, von schlechter Haltung über Muskelverspannungen bis hin zu stressbedingten Ursachen. Im Folgenden betrachten wir genauer, welche Faktoren zur Entstehung von Nackenschmerzen beitragen können. 

Um die Ursachen besser zuordnen zu können, wird neben anderen Kriterien zwischen verschiedenen Formen von Nackenschmerzen unterschieden: akut/chronisch sowie axiale und radikuläre Schmerzen: 

Akute und Chronische Nackenschmerzen

  • Akute Nackenschmerzen: Treten plötzlich auf und dauert in der Regel weniger als drei Monate. Häufige Ursachen sind Verletzungen, Fehlhaltungen oder übermäßige Belastung. 
  • Chronische Nackenschmerzen: Bestehen über einen längeren Zeitraum, oft länger als drei Monate. Die Ursachen können tiefer liegende Probleme wie degenerative Veränderungen der Wirbelsäule oder anhaltender Stress sein. 

Axiale und Radikuläre Schmerzen

  • Axiale Nackenschmerzen: Betroffen sind die Muskeln, Sehnen und Gelenke im Nackenbereich. Diese Schmerzen sind meist auf lokale, körperliche Ursachen wie Muskelverspannungen oder Arthrose zurückzuführen. 
  • Radikuläre Nackenschmerzen: Treten auf, wenn ein Nerv im Nackenbereich gereizt oder eingeklemmt ist. Dies kann zu Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in anderen Körperregionen führen, die von diesem Nerv versorgt werden. 
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Wann treten Nackenschmerzen auf?

Neben der Differenzierung der Schmerzformen können die Ursachen von Nackenschmerzen auch anhand ihres zeitlichen Auftretens eingeordnet werden. Wir geben Dir einen Überblick, wann wir besonders oft unter Beschwerden im Nackenbereich leiden und was die möglichen Auslöser sind.

Situation oder Auslöser von NackenschmerzenUrsache
Nackenschmerzen durch Schleudertrauma
(z. B. nach Sturz oder Autounfall)
Plötzliche und starke Bewegungen des Kopfes, wie sie bei einem Unfall vorkommen, können zu einem Schleudertrauma führen. Dies verursacht häufig Nackenschmerzen aufgrund von Verletzungen der Halswirbelsäule oder der umgebenden Weichteile. 
Nackenschmerzen nach dem Schlafen
(oder nachts)
Eine ungünstige Schlafposition, ein falsches Kissen oder eine falsche Matratze können zu nächtlichen Nackenschmerzen führen. In einigen Fällen können auch Schlafstörungen oder Verspannungen während des Schlafs die Ursache sein. 
Nackenschmerzen nach OPNach einer Operation im Nacken- oder Halsbereich können postoperative Schmerzen auftreten. Dies kann durch den Eingriff selbst, aber auch durch die Positionierung während der Operation verursacht werden. 
Nackenschmerzen nach dem SportÜberanstrengung, falsche Bewegungen oder unzureichendes Aufwärmen können zu Muskelverspannungen und Verletzungen und damit zu Nackenschmerzen führen. 
Nackenschmerzen am ArbeitsplatzEine schlechte Ergonomie, stundenlanges Sitzen vor dem Computer, eine falsche Bildschirmhöhe oder wiederholte monotone Bewegungen können zu chronischen Nackenschmerzen am Arbeitsplatz führen. 
Nackenschmerzen mit SchluckbeschwerdenEntzündungen der Halswirbelsäule, Infektionen oder Verletzungen können zu Nackenschmerzen hervorrufen und mit Schluckbeschwerden einhergehen.
Nackenschmerzen in Verbindung mit Augen- und ZahnschmerzenMöglicherweise liegen hier komplexe Ursachen vor, wie etwa Spannungskopfschmerzen, die sowohl Nacken- als auch Augen- und Zahnschmerzen verursachen können. Stress und Verspannungen spielen dabei oft eine Rolle.

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Was Du tun kannst: Nackenschmerzen wirksam lösen 

Bevor Du mit einzelnen Übungen oder Anwendungen beginnst, empfehlen wir Dir, erst einmal genau auf Deinen Körper zu hören und einen Arzt aufzusuchen, wenn Deine Nackenschmerzen sehr stark sind, länger anhalten oder mit Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Taubheitsgefühl einhergehen. Außerdem ist es ratsam, bei Anzeichen von neurologischen Problemen wie Sehstörungen oder nach Verletzungen und Unfällen Rücksprache mit einem Arzt zu halten, um ernsthafte Folgen auszuschließen. 

Hilft Bewegung bei Nackenschmerzen?
Eine bewegungsarme Lebensweise kann dazu beitragen, Schmerzen im Nacken zu verstärken. In diesem Zusammenhang spielt Bewegung eine entscheidende Rolle bei der Linderung von Nackenschmerzen. Gezielte Übungen und Aktivitäten können die Muskulatur stärken, die Flexibilität verbessern und zur allgemeinen Entspannung beitragen. Wir zeigen Dir, wie regelmäßige Aktivität dazu beitragen kann, Beschwerden zu reduzieren und die allgemeine Nackengesundheit zu fördern.

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Zwei effektive Übungen bei Nackenschmerzen 

Mit den folgenden 2 Übungen mobilisierst und dehnst du die Muskelpartien, die bei Nackenschmerzen häufig überstrapaziert und verhärtet sind. Mit sanfte Rotationen können sie Dir helfen, die Muskeln im Nacken- und Schulterbereich wirksam zu lockern und Deine Schmerzen dadurch zu lindern. Auch die langsamen Seitneigungen zur Dehnung der Nackenmuskulatur unterstützen die Entspannung der Muskeln und Bänder. 

Achte dabei stets darauf, dass Du plötzliche Kopfbewegungen und ruckartige Drehungen vermeidest. Auch übermäßiges Beugen oder Drehen des Nackens kann eine zusätzliche Belastung verursachen. Wir zeigen Dir passende Übungen, welche Deine Nackenschmerzen lösen.

Übung 1: Dehnung der seitlichen Nackenmuskulatur

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  • Setz Dich aufrecht auf einen Hocker oder Stuhl mit leicht gespreizten Beinen, und platziere Deine Füße etwas weiter als schulterbreit auseinander auf dem Boden. 
  • Halte Deine Wirbelsäule gerade, indem du den oberen Teil Deines Kopfes nach oben streckst. 
  • Entspanne Deine Schultern nach unten, ziehe leicht Dein Kinn ein und neige dann sanft Deinen Kopf zur Seite, ohne ihn zu drehen. 
  • Strecke Deinen Arm zur gegenüberliegenden Seite aus, drehe Deine Handfläche nach oben, bis dein Arm und deine Hand einen 90-Grad-Winkel bilden und du eine angenehme Dehnung im seitlichen Nackenbereich spürst. Atme dabei ruhig und gleichmäßig. 
  • Wechsle dann zur anderen Seite, achte darauf, das Kinn einzuziehen, den Nacken zu strecken und die Schultern entspannt zu halten. 
  • Führe die Bewegungen langsam und kontrolliert aus und beende die Übung, wenn du unangenehme Empfindungen wie Schwindel oder Kribbeln verspürst. 

Übung 2: Dehnung der Rückseite des Nackens

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  • Setze Dich aufrecht auf einen Hocker oder Stuhl, mit leicht gespreizten Beinen und festen Füßen, die etwas mehr als schulterbreit voneinander entfernt sind. 
  • Halte Deine Wirbelsäule gerade. Lege beide Hände hinter Deinen Kopf und neige Deinen Kopf langsam nach unten. 
  • Entspanne Deine Schultern, ziehe Dein Kinn leicht ein und führe Deinen Kopf unter leichtem Druck der Hände in Richtung Brustbein. Atme dabei ruhig und gleichmäßig. 
  • Achte darauf, den Kopf gleichmäßig und langsam zum Brustbein zu führen, den Nacken sanft zu strecken und die Schultern entspannt zu halten, während die Brustwirbelsäule aufrecht bleibt. 

Du würdest gern noch mehr Übungen für Deine Nackengesundheit umsetzen?
In unseren Artikel “Die besten Übungen gegen Nackenschmerzen” haben wir Dir weitere wirksame Übungen zusammengefasst, die bei Nackenbeschwerden gezielt helfen. 

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Hausmittel bei Nackenschmerzen

Bei Verspannungen kannst Du Dir Erleichterung durch die Anwendung einer Wärmflasche oder eines Körnerkissens verschaffen. Zudem kannst Du Deine Durchblutung durch ein warmes Bad mit beruhigenden Zusätzen wie Lavendel oder Rosmarin fördern, ähnlich den Effekten eines Saunabesuchs. Auch Wärmepflaster können helfen. 

Durch eine traditionelle Massage im Bereich von Schultern und Nacken lassen sich Verspannungen ebenfalls lindern. Besonders effektiv ist dabei, Massage und Saunagang zu kombinieren. Als schnelle Lösung kann außerdem das Rotieren eines Igelballs auf den betroffenen Bereichen hilfreich sein. 

Natürliche Gewürze und Öle, wie Menthol oder Arnika, können effektiv gegen Verspannungen wirken. Diese Wirkstoffe sind in zahlreichen durchblutungsfördernden Cremes, Ölen oder Balsamen enthalten. Durch sanftes Einmassieren in die Haut wird die Durchblutung angeregt und verspannte Muskeln werden gelockert.

 

Tapen bei Schmerzen

Mann mit Tapes gegen Nackenschmerzen

Tapen kann bei Nackenschmerzen dazu beitragen, Deine Muskulatur zu unterstützen, die Durchblutung zu fördern und Schmerzen zu lindern. Wir geben Dir nachfolgend eine kurze, grundlegende Anleitung für das Tapen des Nackens. 

Bedenke dabei, dass die Anwendung von Kinesiotape bestimmte Kenntnisse erfordert. Wenn Du unsicher bist oder unter schweren Nackenproblemen leidest, ist es ratsam, einen Physiotherapeuten oder Arzt aufzusuchen, um eine individuelle Anleitung zu erhalten und sicherzustellen, dass das Tapen korrekt und sicher durchgeführt wird. 

Vorbereitung: 

  • Reinige und trockne die Haut im Nackenbereich gründlich, um eine gute Haftung des Tapes zu gewährleisten. 
  • Der Nacken sollte in einer neutralen Position sein, weder überstreckt noch überbeugt. 
  • Schneide ein längeres Stück Tape ab und runde die Ecken ab, um das Ablösen zu verhindern. 
  • Klebe das Ende des Tapes ohne Dehnung auf die Haut am oberen Rücken, etwa auf Höhe der Schulterblätter. 
  • Ziehe das Tape mit leichter Dehnung über den Nacken nach oben und bringe es auf beiden Seiten des Wirbelsäulenverlaufs an. 
  • Alternativ können weitere Streifen parallel platziert werden, je nach Bedarf und Schmerzbereich. 

Aktivierung: Reibe leicht über das aufgeklebte Tape, um die Klebekraft zu aktivieren, da viele Kinesiotapes durch Körperwärme aktiviert werden. 

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Häufige Fragen – FAQ

Was muss man tun, wenn man Nackenschmerzen hat?

Wenn Du Nackenschmerzen hast, ist es zunächst wichtig, Dich sanft zu bewegen und auf eine aufrechte Haltung zu achten, statt Dich zu schonen. Wärme (z. B. durch ein warmes Bad oder eine Wärmflasche) kann die Muskulatur entspannen. Auch leichte Dehnübungen oder ein Spaziergang fördern die Durchblutung und lindern Verspannungen. Halten die Schmerzen länger als einige Tage an, strahlen in Arme oder Schultern aus oder treten Taubheitsgefühle auf, solltest Du ärztlichen Rat einholen!

Wann sind Nackenverspannungen gefährlich?

Nackenverspannungen sind meist harmlos und entstehen oft durch Stress, Fehlhaltungen oder Bewegungsmangel. Gefährlich werden sie jedoch, wenn zusätzlich Symptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln, Schwäche in Armen oder Händen oder starke, plötzlich auftretende Schmerzen auftreten. Auch Begleiterscheinungen wie Schwindel, Sehstörungen oder Fieber können auf ernstere Ursachen hinweisen. In solchen Fällen solltest Du unbedingt ärztliche Hilfe suchen, um mögliche Nervenirritationen, Entzündungen oder andere Erkrankungen auszuschließen.

Welche Krankheiten können hinter Nackenschmerzen stecken?

Hinter Nackenschmerzen können verschiedene Erkrankungen stecken: von Muskelverspannungen bis hin zu strukturellen oder neurologischen Problemen. Häufig sind Abnutzungserscheinungen wie Arthrose der Halswirbelsäule oder Bandscheibenvorfälle die Ursache. Auch Fehlhaltungen, Blockaden der Wirbelgelenke oder Entzündungen im Bereich der Wirbelsäule können Schmerzen auslösen. In selteneren Fällen stecken Nervenreizungen, Rheuma oder Infektionen dahinter.

Wann muss man mit Nackenschmerzen zum Arzt?

Du solltest mit Nackenschmerzen zum Arzt gehen, wenn die Beschwerden länger als einige Tage anhalten oder sich trotz Bewegung und Wärme nicht bessern. Auch wenn die Schmerzen plötzlich und stark auftreten, nach einem Unfall entstehen oder in Arme, Schultern oder Kopf ausstrahlen, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Begleitende Symptome wie Taubheitsgefühle, Schwindel, Sehstörungen oder Fieber können auf ernstere Ursachen hinweisen.

Ist ein steifer Nacken ein Anzeichen für einen Herzinfarkt?

Nein! In der Regel ist ein steifer Nacken kein typisches Anzeichen für einen Herzinfarkt. Meist entsteht er durch Muskelverspannungen, Fehlhaltungen oder Zugluft. Allerdings können Herzinfarkte manchmal unspezifische Schmerzen im Nacken-, Kiefer- oder Schulterbereich verursachen (vor allem bei Frauen oder älteren Menschen). Wenn zusätzlich Symptome wie Brustdruck, Atemnot, Übelkeit, Schweißausbrüche oder Angstgefühle auftreten, solltest Du sofort den Notruf wählen, um einen Herzinfarkt auszuschließen.


Quellen

  1. GBD 2021 Neck Pain Collaborators (2024): Global, regional, and national burden of neck pain, 1990–2020, and projections to 2050: a systematic analysis of the Global Burden of Disease Study 2021, National Library of Medicine, [online] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10897950/#ceab10, [12.11.2025]. ↩︎
  2. Von der Lippe, E.; Krause, L.; Porst, M.; Wengler, A.; Leddin, J.; Müller, A.; Zeisler, M. L.; Anton, A. & Rommel, A. (2021): Prevalence of back and neck pain in Germany. Results from the BURDEN 2020 Burden of Disease Study, Robert Koch Institut, [online] https://edoc.rki.de/handle/176904/7894?, [12.11.2025]. ↩︎

Für euch schreibt:
Dr. Anne Lägel

Als Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, Physiotherapeutin und Osteopathin helfe ich Dir, Deine Selbstheilungskräfte zu verstehen und gezielt zu aktivieren.

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