BALANCE 7 Logo

Yoga-Arten: Eine Übersicht der beliebtesten Stile

Dank vieler verschiedener Yoga-Arten kann man beim Einstieg in das spirituelle Workout schnell den Überblick verlieren. Vor allem die Frage, welcher Yoga-Stil zu Dir passt, kann Dich mehrere Tage beschäftigen. Denn bevor Du weißt, womit Du beginnen willst, musst Du ja erst einmal wissen, welche Auswahl Du hast. Deshalb haben wir Dir eine praktische Übersicht zu den bekanntesten Yoga-Arten zusammengestellt.

Artikel vom 25. April 2023
Inhalts­verzeichnis
wird geladen ...
Passender Kurs
  Schwierigkeit: leicht
  Ziel: Entspannung
  Kursdauer: 10 Wochen
Du suchst Entspannung vom Alltagstrubel? Unser Yogakurs ist auch für Anfänger geeignet. Deine Trainerin verbindet für Dich Entspannungstechniken mit Übungen zur Kräftigung und Beweglichkeit.
nur
89€
Yogaexpertin Stefanie Schmidt

Diese Yoga-Arten gibt es

Zunächst muss man festhalten: Es gibt nicht DAS Yoga. Vielmehr werden die verschiedenen Yoga-Stile immer weiterentwickelt. So gibt es mittlerweile eine große Anzahl unterschiedlicher Yoga-Arten, die Du in spezialisierten Kursen erlernen kannst.

Oft wird außerdem nicht nur ein bestimmter Stil unterrichtet, sondern es gibt Kurse für bestimmte Zielgruppen, die sich aus unterschiedlichen Stilen zusammensetzen. Rücken-Yoga ist nur einer dieser Kurse, Du findest aber auch Kurse für Kinder, Schwangere, Vielbeschäftigte oder sogar humorvoll konzipierte Veranstaltungen wie Bier-Yoga.

Verschiedene Yoga-Stile können einander auch wunderbar ergänzen. Das gilt schon für einzelne Asanas. Der Sonnengruß und der Mondgruß sind beispielsweise ein perfektes Paar, um innerhalb eines Tages die Balance zwischen Vitalisierung und Entspannung herzustellen.

Frau übt eine von verschiedenen Yoga-Arten aus
Frau übt eine von verschiedenen Yoga-Arten aus
Frau übt eine von verschiedenen Yoga-Arten aus

Wenn es Dir um das Workout für Körper, Geist und Seele geht, lohnt es sich, Dich vor allem mit den klassischen Yoga-Stilen zu beschäftigen. Nicht alle davon gehen auf den Ursprung des Yoga zurück, sondern wurden im Laufe der Zeit aus dem ursprünglichen Yoga entwickelt. So ist das Hatha Yoga nicht nur eine der drei Säulen der Yoga-Lehre, sondern auch der Yoga-Stil, der den meisten Menschen bekannt ist.

Bekannte Yoga-Stile

Die bekanntesten Yoga-Arten, die heutzutage praktiziert werden, sind:

  • Hatha Yoga
  • Yin Yoga
  • Kundalini Yoga
  • Vinyasa Yoga
  • Bikram Yoga
  • Yoga Nidra
  • Ashtanga Yoga
  • Power Yoga

Diese unterschiedlichen Stile lernst Du im Nachfolgenden auch noch genauer kennen, sodass Du ein Gefühl dafür bekommst, welche Yoga-Art für Dich am besten geeignet ist.

Eher unbekannte Yoga-Stile

Doch darüber hinaus gibt es auch weitere Yoga-Stile. Dazu gehören:

  • Aerial Yoga
  • Hormon Yoga
  • Partneryoga
  • Business Yoga
  • Anusara Yoga
  • lyengar Yoga
  • Jivamukti Yoga
  • Sivananda Yoga
Eine Frau übt Aerial Yoga und hängt kopfüber in Akrobatikbändern
Aerial Yoga

Diese Yoga-Arten sind weniger verbreitet als die oben genannten, erfreuen sich aber auch wachsender Beliebtheit. Gerade das Aerial Yoga mit seinen akrobatischen Asanas ist spannend anzusehen.

Die unterschiedlichen Yoga-Arten erklärt

Für eine erste Orientierung in der Welt des Yoga hilft es Dir am meisten, wenn Du Dich mit den acht bekanntesten Yoga-Stilen auseinandersetzt. Oft beruhen spezielle Kurse für den Rücken oder zum Stressabbau auf Asanas genau dieser Stile. Für eine noch bessere Orientierung findest Du bei jeder Yoga-Art direkt eine Einordnung des Stils und die dazu passende Zielgruppe.

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist: langsam und kraftvoll.
Am besten eignet sich Hatha Yoga für: Beginner, die die Grundlagen des Yoga kennenlernen wollen.
So wirkt Hatha Yoga: Dieser Yoga-Stil kann Verspannungen lösen, die Durchblutung verbessern sowie Rückenschmerzen vorbeugen.

Hatha Yoga ist die bekannteste Yoga-Art. Wenn Menschen über Yoga sprechen, haben sie meist klassische Asanas aus dem Hatha Yoga vor Augen. Die bekanntesten Asanas sind der Sonnengruß oder die kleine Kobra.

Hatha Yoga verbindet Atmung mit kraftvollen Asanas. Dabei wechseln die einzelnen Haltungen einander kraftvoll ab. Körper, Atem und Meditation werden in den einzelnen Sequenzen zusammengeführt.

Yin Yoga

Yin Yoga ist: eher statisch und meditativ.
Yin Yoga eignet sich am besten für: Beginner und all jene, die vor allem ihre innere Mitte suchen.
So wirkt Yin Yoga: Diese Yoga-Art ist entspannend bzw. beruhigend und hat einen ausgleichenden Effekt auf Dein Nervensystem.

Yin Yoga wird vor allem im Liegen und Sitzen praktiziert. Dabei werden die einzelnen Haltungen teilweise zwischen fünf bis 15 Minuten gehalten. Yin steht für das Loslassen und das Leben im Hier und Jetzt. Damit bildet es den Gegensatz zum Yang, das vor allem treibend, aktiv und progressiv ist. Es handelt sich bei Yin Yoga also eher um eine meditative Praxis, die mit einer tiefen Dehnung einhergeht. Die Dehnung reicht dabei bis in die Faszien hinein.

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist: dynamisch und achtsam.
Am besten ist Kundalini Yoga geeignet für: Beginner und diejenigen, die sich eine spirituelle Erkenntnis erhoffen.
So wirkt Kundalini Yoga: Dieser Stil wirkt kräftigend auf Körper und Geist, schenkt Dir ein neues Körpergefühl sowie spirituelle Klarheit.

Bei Kundalini Yoga handelt es sich um eine spirituelle Yogapraxis, die mit verschiedenen Asanas das Kundalini, also die Ur-Energie eines jeden Menschen, wecken will. Die meisten Asanas finden im Sitzen statt.

Das Kundalini, also die Ur-Energie, wird oft als Schlange dargestellt, die sich am unteren Ende der Wirbel­säule zusammengerollt hat und dort ruht. Das Ziel von Kundalini Yoga ist es, diese Schlange zum 7. Chakra im Scheitel zu führen und so Erleuchtung zu erlangen. Das bedeutet: Jedes Asana soll die innere Energie in den Fluss bringen und aus dem unteren Rücken hinaus mobilisieren.

Jede Einheit besteht aus einem Kriya. Das ist eine festgelegte Serie von Atemübungen (Pranayama), Asanas, Meditationen und Mantras. Anders als in anderen Yoga-Stilen sind Meditationen und laut wiederholte Mantras also fester Bestandteil der Praxis.

Vinyasa Yoga

Vinyasa Yoga ist: dynamisch, aber achtsam.
Gut geeignet ist Vinyasa Yoga für: Beginner, Fitness affine Yogis/Yoginis und alle, die sich lieber bewegen statt Asanas lange zu halten.
So wirkt Vinyasa Yoga: Dieser Stil trainiert Deine Stabilität und Deinen Gleichgewichtssinn. Gleichzeitig mobilisiert Vinyasa Deine Bänder und Sehnen und stärkt die Tiefenmuskulatur.

Vinyasa Yoga ist ein sehr dynamischer Stil, der Atmung und die verschiedenen Asanas zusammenbringt. Der Vinyasa-Flow lässt einzelne Asanas fließend ineinander übergehen. Das bedeutet, einzelne Yoga-Haltungen werden nicht mehrere Atemzüge lang statisch gehalten, sondern fließen synchron zur Atmung.

Damit ist Vinyasa Yoga körperlich anspruchsvoller, gleich­zeitig aber auch entspannend, weil Deine Gedanken voll auf die Übungen konzentriert sind. Du hast also keine Zeit, über die Einkaufsliste oder Deine Probleme zu grübeln, sondern bist voll in Verbindung mit Deinem Körper.

Bikram Yoga

Bikram Yoga ist: dynamisch, fordernd und schweißtreibend.
Am besten eignet sich Bikram Yoga für: Beginner und Saunafans mit stabilem Kreislauf.
So wirkt Bikram Yoga: Dieser Stil hat einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Außerdem gilt Bikram Yoga als gutes Cardio-Training, das die Gelenke schont.

Benannt wurde dieser Yoga-Stil nach seinem Begründer Bikram Choudhury. Dabei handelt es sich bei Bikram Yoga um eine feste Abfolge von 26 Asanas. Das bedeutet auch: Nur wenn die Abfolge genau dieser Asanas eingehalten wird, darf die Einheit sich Bikram Yoga nennen.

Damit ist Bikram Yoga nicht das gleiche wie Hot Yoga, was in vielen Fitnessstudios angeboten wird. Beim Hot Yoga können die Asanas in ihrer Art und Reihenfolge von den Vorgaben des Bikram Yoga abweichen.

Das Besondere an Bikram Yoga: Diese Yoga-Art wird bei 40°C Raumtemperatur und
hoher Luftfeuchtigkeit praktiziert.
Klassischerweise liegt die Luftfeuchtigkeit während der Einheit bei mindestens 40 Prozent. Durch die hohe Temperatur sollen die Asanas den Körper entschlacken und entgiften, auch wenn diese Wirkung sich nicht wissenschaftlich belegen lässt. Durchaus plausibel ist aber, dass die Muskeln, Bänder und Sehnen durch die hohe Raumtemperatur schneller weich und mobil werden.

Yoga Nidra

Yoga Nidra ist: statisch und bis in die Tiefe entspannend.
Gut geeignet ist Yoga Nidra für: Beginner, Menschen mit Schlafstörungen, viel Stress und innerer Unruhe, Personen mit Bewegungseinschränkungen.
So wirkt Yoga Nidra: Diese Yoga-Art hilft Dir dabei, Dich von Stress zu erholen. Außerdem vertieft Yoga Nidra den Schlaf, erhöht die Resilienzfähigkeit und verbessert Deine Konzentrationsfähigkeit.

Im Kern besteht Yoga Nidra nur aus einer Übung: dem Nyssa. Dieser Stil setzt auf Tiefenentspannung und zielt auf den sogenannten “bewussten Schlaf“ ab. Dabei handelt es sich um einen Zustand zwischen tiefer Meditation und tatsächlichem Schlaf. Aus diesem Grund praktiziert man Yoga Nidra auch im Liegen oder im Sitzen. Viele Yoginis berichten, dass Yoga Nidra die Selbstwahrnehmung stärkt.

Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist: körperlich fordernd, dynamisch und anspruchsvoll.
Am besten geeignet ist Ashtanga Yoga für: Fortgeschrittene und Menschen mit viel körperlicher Energie.
So wirkt Ashtanga Yoga: Dieser Stil schafft klare Gedanken, stärkt das Selbstvertrauen und kräftigt sowie formt den Körper in kurzer Zeit spürbar.

Beim Ashtanga Yoga werden die Asanas aus dem Hatha Yoga zu sogenannten Flows zusammengefasst. Das bedeutet, es handelt sich um festgelegte Bewegungsabläufe, die aber fließend ineinander übergehen. Jede Haltung wird genau fünf Atemzüge gehalten, bevor Du in das nächste Asana übergehst.

Ashtanga Yoga richtet sich vor allem an körperlich fitte Menschen und gilt als besonders herausfordernd. Dieser Yoga-Stil besteht eigentlich aus sechs Serien. Allerdings wird oft nur die erste Serie praktiziert, die aus 41 Asanas besteht, weil viele Yogis bereits für diese erste Serie oft Jahre brauchen, bis sie diese fehlerfrei beherrschen. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass Du während der Einheit so sehr bei Dir selbst bist, dass Du nicht über andere Dinge nachdenken kannst. So kommen Deine Gedanken zur Ruhe. Erfolgreich gemeisterte Asanas geben Dir zudem ein kleines Erfolgserlebnis.

Power Yoga

Power Yoga ist: dynamisch und körperlich fordernd.
Gut geeignet ist Power Yoga für: Beginner und Menschen, die sich nach Feierabend richtig auspowern wollen.
So wirkt Power Yoga: Dieser Yoga-Stil lindert Rückenschmerzen, stärkt das Herz- Kreislaufsystem und strafft die Haut.

Die Grundlage für das Power Yoga kommt aus dem Ashtanga Yoga. Deine Muskeln werden stark beansprucht, anders als im Ashtanga ist im Power Yoga die Bewegungsabfolge aber nicht festgelegt. Wichtig ist die Einheit von Atmung und Bewegung. Das bedeutet, zu jeder Haltungsveränderung gehört eine Ein- oder Ausatmung. Begründer des Power Yoga war der Amerikaner Bryan Kest.

Für Einsteiger

„Yoga BEGINNER“

Passender Kurs:
Mit unserem Kurs kannst Du die verschiedenen Yoga-Arten selbst ausprobieren und Deine Fitness steigern. Und das bei bis zu 100 % Kostenerstattung durch Deine Krankenkasse!

So findest Du die passende Yoga-Art für Dich

Nachdem Du zahlreiche Yoga-Arten kennengelernt hast, bleibt aber womöglich immer noch die Frage: Welche Yoga-Art passt zu mir? Wichtig ist, dass Du Dir vorher im Klaren bist, was Deine Zielsetzung ist. Denn nicht immer muss am Ende eines Workouts der durchtrainierte Bikini-Körper stehen. Keine Rückenschmerzen mehr zu haben oder entspannter durch den Tag zu gehen ist als Ziel viel nachhaltiger als die bloße Optik. Am wichtigsten ist immer Dein Wohlbefinden.

Folgende Fragen können Dir helfen, Dich für einen Yoga-Stil zu entscheiden:

  • Welche Voraussetzungen bringst Du mit? Sind körperliche Einschränkungen vorhanden oder bist Du vielleicht noch völlig unerfahren?
  • Was willst Du mit Yoga erreichen?
  • Möchtest Du besonders gefordert werden oder eher achtsam in Dich hineinspüren?
  • Ist Dir das körperliche Ergebnis oder die spirituelle Erkenntnis wichtiger – oder suchst Du sogar beides?

Unterschiedliche Yoga-Stile erfüllen verschiedene Bedürfnisse. Während einige Yoga-Arten eher fordernd und schweißtreibend sind, stellen andere die spirituelle Praxis in den Mittelpunkt. Du musst aber auch keine absolute Antwort auf die Frage nach Deinem Yoga-Stil haben, denn am Ende kannst Du auch mehrere Stile parallel praktizieren. Wenn Du in verschiedene Praktiken hinein schnupperst, kannst Du am Ende immer die richtige Yogapraxis für jede Lebenslage wählen.

Wenn Du einen Einstieg ins Yoga suchst, können wir Dir unseren Yoga Kurs mit unserer Trainerin Stefanie ans Herz legen. Der Kurs begleitet Dich bei dem Start in deine Yoga Praxis und vermittelt Dir wichtige Basisübungen, die Dich ab dann immer begleiten werden.

Für euch schreibt:
Stefanie Schmidt

Als zertifizierte Yogalehrerin und Yogatherapeutin erfüllt es mich, diese Jahrtausende alte Übungspraxis mit all ihren positiven Effekten an Dich weitergeben zu können.

Mehr über Stefanie
Das könnte Dich auch interessieren
AOK-Gesundheitskurse: Angebot, Kosten und Erstattung  
Autor: Lisa Felgentreff
28.09.2023

Mit AOK-Gesundheitskursen kannst Du Deine Gesundheit effektiv unterstützen und erhältst dabei bis zu 100% Kostenerstattung für die Kursgebühren. Wir geben Dir alles Infos zum K...

Die Bedeutung der Rumpfmuskulatur für einen gesunden Rücken
Autor: Dr. Anne Lägel
10.05.2023

Die Rumpfmuskulatur stabilisiert und hält den Rumpf, auch unter dem Begriff Torso bekannt. Dieser setzt sich anatomisch aus Brustkorb, Brust, Bauch, Rücken und Becken zusammen. D...

Meditation für Anfänger
Autor: Stefanie Schmidt
23.03.2023

Essentieller Bestandteil der Yoga-Lehre ist die Meditation. Dabei geht es um so viel mehr als die reine Entspannung. Meditation soll Dir dabei helfen, Deine innere Mitte zu finden ...