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Yoga-Arten: Eine Übersicht der beliebtesten Stile

Dank vieler verschiedener Yoga-Arten kann man beim Einstieg in das spirituelle Workout schnell den Überblick verlieren. Vor allem die Frage, welcher Yoga-Stil zu Dir passt, kann Dich mehrere Tage beschäftigen. Denn bevor Du weißt, womit Du beginnen willst, musst Du ja erst einmal wissen, welche Auswahl Du hast. Deshalb haben wir Dir eine praktische Übersicht zu den bekanntesten Yoga-Arten zusammengestellt.

Artikel vom 25. April 2023
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Diese Yoga-Arten gibt es

Zunächst muss man festhalten: Es gibt nicht DAS Yoga. Vielmehr werden die verschiedenen Stile immer weiterentwickelt. So gibt es mittlerweile eine große Anzahl unterschiedlicher Yoga-Arten, die Du in spezialisierten Kursen erlernen kannst.

Darüber hinaus werden oft nicht nur einzelne Arten unterrichtet, sondern es gibt auch Kurse, die speziell auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten sind und Elemente aus verschiedenen Stilen integrieren. Rücken-Yoga ist nur ein Beispiel dafür. Du findest ebenso Kurse für Kinder, Schwangere, Berufstätige mit wenig Zeit oder sogar unkonventionelle Veranstaltungen wie Bier-Yoga, die mit einem humorvollen Ansatz gestaltet sind.

Die verschiedenen Stile können einander auch wunderbar ergänzen. Das gilt schon für einzelne Asanas. Der Sonnengruß und der Mondgruß sind beispielsweise ein perfektes Paar, um innerhalb eines Tages die Balance zwischen Vitalisierung und Entspannung herzustellen.

Frau übt eine von verschiedenen Yoga-Arten aus
Frau übt eine von verschiedenen Yoga-Arten aus
Frau übt eine von verschiedenen Yoga-Arten aus

Wenn es Dir um das Workout für Körper, Geist und Seele geht, lohnt es sich, Dich vor allem mit den klassischen Stilen zu beschäftigen. Nicht alle davon gehen auf den Ursprung des Yoga zurück, sondern wurden im Laufe der Zeit aus dem ursprünglichen Yoga entwickelt. So ist das Hatha Yoga nicht nur eine der drei Säulen der Yoga-Lehre, sondern auch die bekannteste Art.

Populäre und weniger verbreitete Yoga-Stile

Bekannte Stile Eher unbekannte Arten
Hatha YogaAerial Yoga
Yin YogaHormon Yoga
Kundalini YogaPartneryoga
Vinyasa YogaBusiness Yoga
Bikram YogaAnusara Yoga
Yoga Nidralyengar Yoga
Ashtanga YogaJivamukti Yoga
Power YogaSivananda Yoga

Die bekannten Arten lernst Du im Nachfolgenden auch noch genauer kennen, sodass Du ein Gefühl dafür bekommst, welche für Dich am besten geeignet ist. Auch die unbekannteren Stile gewinnen immer mehr an Aufmerksamkeit.

Die verschiedenen Stile können einander auch wunderbar ergänzen. Das gilt schon für einzelne Asanas. Der Sonnengruß und der Mondgruß sind beispielsweise ein perfektes Paar, um innerhalb eines Tages die Balance zwischen Vitalisierung und Entspannung herzustellen.

Fun Fact: Im Jahr 2023 gab es laut Statista in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre rund 3,26 Millionen Personen, die in ihrer Freizeit häufig Yoga praktizieren. 

Die unterschiedlichen Yoga-Arten erklärt

Für eine erste Orientierung in der Welt des Yoga hilft es Dir am meisten, wenn Du Dich mit den acht bekanntesten Yoga-Stilen auseinandersetzt. Oft beruhen spezielle Kurse für den Rücken oder zum Stressabbau auf Asanas genau dieser Stile. Für eine noch bessere Orientierung findest Du bei jeder Yoga Art direkt eine Einordnung des Stils und die dazu passende Zielgruppe.

Hatha Yoga

Wenn Menschen über Yoga sprechen, kommen vielen die klassischen Asanas des Hatha Yoga in den Sinn. Diese gilt als die bekannteste Form und beinhaltet die populären Übungen wie den Sonnengruß und die kleine Kobra.

Hatha Yoga verbindet Atmung mit kraftvollen Asanas. Dabei wechseln die einzelnen Haltungen einander kraftvoll ab. Körper, Atem und Meditation werden in den einzelnen Sequenzen zusammengeführt.

Funktion: langsam und kraftvoll
Eignet sich für: Beginner, die die Grundlagen des Yoga kennenlernen wollen
Wirkung: Dieser Yoga-Stil kann Verspannungen lösen, die Durchblutung verbessern sowie Rückenschmerzen vorbeugen.

Yin Yoga

Yin steht für das Loslassen und das Leben im Hier und Jetzt. Damit bildet es den Gegensatz zum Yang, das vor allem treibend, aktiv und progressiv ist. Es handelt sich bei Yin Yoga also eher um eine meditative Praxis, die mit einer tiefen Dehnung einhergeht. Die Dehnung reicht dabei bis in die Faszien hinein. Zusätzlich wird diese Art vor allem im Liegen und Sitzen praktiziert. Dabei werden die einzelnen Haltungen teilweise zwischen fünf bis 15 Minuten gehalten.

Funktion: eher statisch und meditativ
Eignet sich für: Beginner und all jene, die vor allem ihre innere Mitte suchen
Wirkung: Diese Yoga-Art ist entspannend bzw. beruhigend und hat einen ausgleichenden Effekt auf Dein Nervensystem.

Kundalini Yoga

Hierbei handelt es sich um eine spirituelle Yogapraxis, die mit verschiedenen Asanas das Kundalini, also die Ur-Energie eines jeden Menschen, wecken will. Die meisten Asanas finden im Sitzen statt.

Das Kundalini, also die Ur-Energie, wird oft als Schlange dargestellt, die sich am unteren Ende der Wirbel­säule zusammengerollt hat und dort ruht. Das Ziel von Kundalini Yoga ist es, diese Schlange zum 7. Chakra im Scheitel zu führen und so Erleuchtung zu erlangen. Das bedeutet: Jede Asana soll die innere Energie in den Fluss bringen und aus dem unteren Rücken hinaus mobilisieren.

Jede Einheit besteht aus einem Kriya. Das ist eine festgelegte Serie von Atemübungen (Pranayama), Asanas, Meditationen und Mantras. Anders als in anderen Yoga-Stilen sind Meditationen und laut wiederholte Mantras also fester Bestandteil der Praxis.

Funktion: dynamisch und achtsam
Eignet sich für: Beginner und diejenigen, die sich eine spirituelle Erkenntnis erhoffen
Wirkung: Dieser Stil wirkt kräftigend auf Körper und Geist, schenkt Dir ein neues Körpergefühl sowie spirituelle Klarheit.

Vinyasa Yoga

Bekannt ist die Yoga-Art durch einen sehr dynamischer Stil, der Atmung und deren Vereinigung der verschiedenen Asanas. Der Vinyasa-Flow lässt einzelne Asanas fließend ineinander übergehen. Das bedeutet, einzelne Haltungen/Ausführungebn werden nicht mehrere Atemzüge lang statisch gehalten, sondern fließen synchron zur Atmung.

Damit ist Vinyasa Yoga körperlich anspruchsvoller, gleich­zeitig aber auch entspannend, weil Deine Gedanken voll auf die Übungen konzentriert sind. Du hast also keine Zeit, über die Einkaufsliste oder Deine Probleme zu grübeln, sondern bist voll in Verbindung mit Deinem Körper.

Funktion: dynamisch, aber achtsam
Eignet sich für: Beginner, Fitness affine Yogis/Yoginis und alle, die sich lieber bewegen statt Asanas lange zu halten
Wirkung: Dieser Stil trainiert Deine Stabilität und Deinen Gleichgewichtssinn. Gleichzeitig mobilisiert Vinyasa Deine Bänder und Sehnen und stärkt die Tiefenmuskulatur.

Bikram Yoga

Benannt wurde dieser Stil nach seinem Begründer Bikram Choudhury. Dabei handelt es sich bei Bikram Yoga um eine feste Abfolge von 26 Asanas. Das bedeutet auch: Nur wenn die Abfolge genau dieser Asanas eingehalten wird, darf die Einheit sich Bikram Yoga nennen.

Damit ist Bikram Yoga nicht das gleiche wie Hot Yoga, was in vielen Fitnessstudios angeboten wird. Hier unterscheiden sich die Asanas in ihrer Art und Reihenfolge von den Vorgaben.

Das Besondere an Bikram Yoga: Diese Yoga-Art wird bei 40°C Raumtemperatur und
hoher Luftfeuchtigkeit praktiziert.
Klassischerweise liegt die Luftfeuchtigkeit während der Einheit bei mindestens 40 Prozent. Durch die hohe Temperatur sollen die Asanas den Körper entschlacken und entgiften, auch wenn diese Wirkung sich nicht wissenschaftlich belegen lässt. Durchaus plausibel ist aber, dass die Muskeln, Bänder und Sehnen durch die hohe Raumtemperatur schneller weich und mobil werden.

Funktion: dynamisch, fordernd und schweißtreibend
Eignet sich für: Beginner und Saunafans mit stabilem Kreislauf
Wirkung: Dieser Stil hat einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Außerdem gilt Bikram Yoga als gutes Cardio-Training, das die Gelenke schont.

Yoga Nidra

Im Kern besteht Yoga Nidra nur aus einer Übung – dem Nyssa. Dieser Stil setzt auf Tiefenentspannung und zielt auf den sogenannten „bewussten Schlaf“ ab. Dabei handelt es sich um einen Zustand zwischen tiefer Meditation und tatsächlichem Schlaf. Aus diesem Grund wird Yoga Nidra auch im Liegen oder im Sitzen praktiziert. Viele Yoginis berichten, dass dieser Stil die Selbstwahrnehmung stärkt.

Funktion: statisch und bis in die Tiefe entspannend
Eignet sich für: Beginner, Menschen mit Schlafstörungen, viel Stress und innerer Unruhe, Personen mit Bewegungseinschränkungen
Wirkung: Yoga Nidra hilft Dir dabei, Dich von Deinem Stress zu erholen. Außerdem kann es Dir helfen Deinen Schlaf zu vertiefen, Deine Resilienzfähigkeit zu erhöhen und Deine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern.

Ashtanga Yoga

Bei dieser Art werden die Asanas aus dem Hatha Yoga zu sogenannten Flows zusammengefasst. Das bedeutet, es handelt sich um festgelegte Bewegungsabläufe, die aber fließend ineinander übergehen. Jede Haltung wird genau fünf Atemzüge gehalten, bevor Du in das nächste Asana übergehst.

Ashtanga Yoga richtet sich vor allem an körperlich fitte Menschen und gilt als besonders herausfordernd. Dieser Stil besteht eigentlich aus sechs Serien. Allerdings wird oft nur die erste Serie praktiziert, die aus 41 Asanas besteht, weil viele Yogis bereits für diese erste Serie oft Jahre brauchen, bis sie diese fehlerfrei beherrschen. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass Du während der Einheit so sehr bei Dir selbst bist, dass Du nicht über andere Dinge nachdenken kannst. So kommen Deine Gedanken zur Ruhe. Erfolgreich gemeisterte Asanas geben Dir zudem ein kleines Erfolgserlebnis.

Funktion: körperlich fordernd, dynamisch und anspruchsvoll
Eignet sich für: Fortgeschrittene und Menschen mit viel körperlicher Energie
Wirkung: Dieser Stil schafft klare Gedanken, stärkt das Selbstvertrauen und kräftigt sowie formt den Körper in kurzer Zeit spürbar.

Power Yoga

Die Grundlage für das Power Yoga kommt aus dem Ashtanga Yoga. Deine Muskeln werden stark beansprucht, anders als im Ashtanga ist im Power Yoga die Bewegungsabfolge aber nicht festgelegt. Wichtig ist die Einheit von Atmung und Bewegung. Das bedeutet, zu jeder Haltungsveränderung gehört eine Ein- oder Ausatmung. Begründer war der Amerikaner Bryan Kest.

Funktion: dynamisch und körperlich fordernd
Eignet sich für: Beginner und Menschen, die sich nach Feierabend richtig auspowern wollen
Wirkung: Dieser Yoga-Stil lindert Rückenschmerzen, stärkt das Herz- Kreislaufsystem und strafft die Haut.

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So findest Du die passende Yoga Art für Dich

Nachdem Du zahlreiche Arten kennengelernt hast, bleibt aber womöglich immer noch die Frage: Welche Yoga-Art passt zu mir? Wichtig ist, dass Du Dir vorher im Klaren bist, was Deine Zielsetzung ist. Denn nicht immer muss am Ende eines Workouts der durchtrainierte Bikini-Körper stehen. Keine Rückenschmerzen mehr zu haben oder entspannter durch den Tag zu gehen ist als Ziel viel nachhaltiger als die bloße Optik. Am wichtigsten ist immer Dein Wohlbefinden.

Folgende Fragen können Dir helfen, Dich für einen Yoga-Stil zu entscheiden:

  • Welche Voraussetzungen bringst Du mit? Sind körperliche Einschränkungen vorhanden oder bist Du vielleicht noch völlig unerfahren?
  • Was willst Du mit Yoga erreichen?
  • Möchtest Du besonders gefordert werden oder eher achtsam in Dich hineinspüren?
  • Ist Dir das körperliche Ergebnis oder die spirituelle Erkenntnis wichtiger – oder suchst Du sogar beides?

Unterschiedliche Yoga-Stile erfüllen verschiedene Bedürfnisse. Während einige Yoga-Arten eher fordernd und schweißtreibend sind, stellen andere die spirituelle Praxis in den Mittelpunkt. Du musst aber auch keine absolute Antwort auf die Frage nach Deinem Stil haben, denn am Ende kannst Du auch mehrere parallel praktizieren. Wenn Du in verschiedene Praktiken hinein schnupperst, kannst Du am Ende immer die richtige Yogapraxis für jede Lebenslage wählen.

Wenn Du einen Einstieg ins Yoga suchst, können wir Dir unseren Yoga Kurs mit unserer Trainerin Stefanie ans Herz legen. Der Kurs begleitet Dich bei dem Start und vermittelt Dir wichtige Basisübungen, die Dich ab dann immer begleiten werden.

Für euch schreibt:
Stefanie Schmidt

Als zertifizierte Yogalehrerin und Yogatherapeutin erfüllt es mich, diese Jahrtausende alte Übungspraxis mit all ihren positiven Effekten an Dich weitergeben zu können.

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